Eröffnung der Ausstellung „Eine deutsche (?) Expedition nach Maluku“
29.10.2026
Spuren im Universitätsarchiv: Eine Ausstellung über ethnologische Feldforschung, Kolonialismus und kritische Erinnerungskultur.
29.10.2026
Spuren im Universitätsarchiv: Eine Ausstellung über ethnologische Feldforschung, Kolonialismus und kritische Erinnerungskultur.
© UB der LMU München
<< zurück zur Ausstellungsübersicht
<< zurück zur Newsübersicht
Die Teilnahme an der „II. Freiburger Molukken-Expedition“ führte den angehenden Zoologen Erwin Stresemann 1910 für zwei Jahre auf verschiedene Inseln des indonesischen Archipels. Diesen Forschungsaufenthalt in Südostasien dokumentierte er in mehreren Tagebüchern. Sie sind heute Bestandteil von Stresemanns Nachlass im Universitätsarchiv der LMU.
Sein Nachlass enthält eine Fülle an unterschiedlichen Aufzeichnungen von der Expedition. Dazu gehören unter anderem Briefwechsel, kartographische Skizzen und sprachwissenschaftliche Vokabelsammlungen, die auf Zetteln aufgeschrieben und an Fäden und Drähten aufgefädelt der späteren Erstellung von Wörterbüchern dienen sollten. Doch wie gingen die deutschen Expeditionsteilnehmer auf den Molukken vor, um an begehrte Informationen und Objekte zu gelangen?
Die Ethnologin Luisa Marten-Paschall und der Historiker Lorenz Ullmann gehen dieser Frage in ihrer gemeinsam kuratierten Ausstellung nach. Sie zeigen die Abhängigkeitsverhältnisse, in denen sich die Expedition befand. Dabei geraten Angehörige der lokalen Bevölkerung und Vertreter der niederländischen Kolonialmacht in den Blick. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese vielschichtige Geschichte der Expedition und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu entdecken.
Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der LMU.
Termin und Ort der Ausstellungseröffnung
Programm
Im Anschluss laden wir zu einem Empfang und zur gemeinsamen Besichtigung der Ausstellung ein.
Um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung wird gebeten bis zum 23. Oktober 2026 an: uam@ub.uni-muenchen.de